Vom 29.9. bis zum 4.10. fand wieder das jährliche Herbstschulungslager statt, das traditionell von der Akaflieg Karlsruhe in den letzten zwei Wochen vor Vorlesungsbeginn ausgerichtet wird. Akaflieger aus ganz Deutschland trafen sich in Rheinstetten, um in ihrer Ausbildung voranzukommen und gemeinsam zu fliegen. Aufgrund der mäßigen Thermik im Oktober und der enthusiastischen Flugschüler konnten fleißig Starts und Landungen geübt werden und der eine oder andere Flugschüler genoss seinen ersten Alleinflug in Karlsruhe.

Der KAKJ bei der täglichen Vorflugkontrolle

Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Zulassung der Karlsruher DG 1000 begann die Schulung am Dienstag auf einer ASK 21 eines Nachbarvereins. Am Tag der deutschen Einheit besuchte der Großteil der Heschulaner das Technikmuseum in Sinsheim, in dem man sogar eine Concorde bewundern kann, während andere die ASG 32 mit ihrer ungeheueren Gleitleistung und Wölbklappen ausprobierten. Am Donnerstag kam wie durch ein Wunder die lang ersehnte vorläufige Verkehrszulassung des KAKJ an und die ASK 21 aus Darmstadt wurde erstmalig im Heschula geflogen. Durch die zwei Doppelsitzer und sehr motivierte Flugschüler mussten gelandete Piloten nie lange auf ihre Lepofahrer warten und wir schafften mehr als 60 Starts an guten Tagen. Unsere 21 war im Dauerbetrieb und wurde auch von den Darmstädtern, die am Freitag ankamen, ausgiebig geflogen und sogar für Kunstflug eingesetzt. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an die freigeflogenen Flugschüler!

Am Samstag stieg dann das legendäre Bergfest, für das so manch ein Akaflieger extra angereist ist. Der Abend und die Party in der Karlsruher Werkstatt war mal wieder legendär, was sich jedoch auch auf den Flugbetrieb am Sonntag auswirkte. Mit durch Kisten finanzierten Getränken, Nebelmaschine, DJ und einer Menge gute Laune war der Abend ein voller Erfolg. Der ruhige Flugtag am nächsten Morgen wurde nur von ein paar Fliegern frequentiert, schränkte aber nicht die guten Flugtage der nächsten Woche ein. So manch ein einsitziger Schüler schaffte an einem guten Tag 8 bis 9 Starts bei bestem Wetter. Im sonnigen Oktober war es sogar so warm, dass man nicht mit mehr als einem T-Shirt fliegen sollte. Neben der Karlsruher DG 1000 und der Darmstädter ASK 21 konnten fleißig Typenkisten auf der AK-5b, einem Prototyp aus Karlsruhe, oder der Aachener Hornet sowie der Hannoveraner Elfe S4D gesammelt werden.

Ruhiger Flugbetrieb mit der AK-5b im Hintergrund

Am letzten Wochenende gingen die verbliebenen Akaflieger auf das Stadtfest in Karlsruhe, um außer dem Flugplatz von Karlsruhe noch etwas gesehen zu haben, bevor man sich auf die Heimreise gen Vorlesungsbeginn begab.

Insgesamt war das Heschula sehr lehrreich und hat riesigen Spaß gemacht – bis nächstes Jahr, Rheinstetten!

Fliegen bis zum Sonnenuntergang