Auch dieses Jahr war die D-39 als Teilnehmer beim Green Speed Cup dabei.

Der Green Speed Cup wird jährlich in Strausberg bei Berlin ausgetragen. Ziel des Wettbewerbs ist es möglichst reiseeffizient eine ausgeschriebene Strecke zu umrunden.
Gegründet wurde der Wettbewerb von drei ehemaligen Dresdener Akafliegern und wurde dieses Jahr in Kooperation mit den GreenTec Awards durchgeführt.

Im vorletzten Jahr trat die D-39 zum ersten Mal bei diesem Wettbewerb an und konnte direkt mit zwei Tagessiegen den Gesamtsieg erringen.
Somit hatten wir in diesem Jahr einen Titel zu verteidigen.

Angereist wurde am Donnerstag.
Holger Massow überführte die D-39 von Heppenheim über einen Zwischenstopp in Jena nach Strausberg.
Zudem machte sich noch eine Bodencrew im kleinen Corsa auf der Straße auf den Weg in den Nordosten Deutschlands.
Abends angekommen wurde erstmal über Fahrt und Flug berichtet.
Holger kam in wenigen Stundne nach Strausberg. Leider erging es nicht allen Teams wie uns mit der D-39. Schon im Vorfeld hatten viele Teams mit technischen oder zulassungsspezifischen Problemen zu kämpfen.
Somit schieden sie zusammen mit 8 anderen angemeldeten Teilnehmern aus dem Wettbewerb aus bevor dieser überhaupt angefangen hatte.
Somit schrumpfte das Teilnehmerfeld von 20 auf 12 Flugzeuge.
11 Flugzeuge starteten in der „Verbrennerklasse“ . In der „Elektroklasse“ schaffte es nur der Ventus 2cxa FES nach Strausberg.

 

Der erste Wettbewerbstag:

Nachdem wir am Vortag erfolgreich die D-39 getankt und gewogen hatten, unsere Zelte in Strausberg ausgeschlagen, uns angemeldet und in die ersten Diskussionen und Fachsimpeleien mit unseren Mitstreitern verfallen waren begann der erste Wettbewerbstag angenehm ruhig und spät.
Grund dafür war das leider sehr schlechte Wetter.
Die Wolkenuntergrenze ließ nicht viel Spielraum. Um dennoch eine möglichst sichere Strecke ausschreiben zu können wurde die Startbereitschaft erst nach dem Mittag um 14:00 ausgerufen.
Die Strecke ging 247km von Strausberg über Tantow und Fürstenberg zurück nach Strausberg.
Wegen der niedrigen Wolkenuntergrenzen war diese Strecke für die Segelflugzeuge allerdings nahezu unmöglich zu bewältigen. Allgemeiner Bedeckungsgrad und fehlende Sicherheitshöhen machten sowohl ein Übersteigen der Wolken als auch ein thermisches Fliegen unter diesen unmöglich.
Somit wurde dieser Tag unter den Motorseglern, Motorflugzeugen und dem UL ausgetragen.

Allerdings gab es auch unter den Motorseglern Abbrecher, denen die Flugbedingungen nicht ausreichten.

Von 12 startenden Flugzeugen kamen schließlich 9 Flugzeuge um alle Wendepunkte.
Nach der Landung wurden die Flugzeuge wieder gewogen um den Gewichtsunterschied zu ermitteln und den Treibstoffverbrauch zu errechnen.

Schon bei der Verbrauchsmessung fiel auf, dass die D-39 weit vorne mitfliegen würde. Mit 12,8l Benzin hatte sie den geringsten Verbrauch aller Flugzeuge. Holger hatte zudem mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 176,4 km/h die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit unter den Motorseglern und die dritthöchste insgesamt erreicht.

Die Auswertung bestätigte die Erwartungen. Holger konnte mit der D-39 den ersten Platz mit deutlichem Abstand zu den anderen Piloten belegen.

Dem zweiten Wertungstag konnten wir somit zuversichtlich entgegenblicken.

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Der zweite Wertungstag:

Am zweiten Wertungstag musste schon etwas früher aufgestanden werden.
Das Wetter schien anfangs allerdings nicht besser geworden zu sein. Regenfälle prasselten über Nacht auf die Zelte und wollten auch am Morgen nicht wirklich enden.
Während des Briefings hörte der Regen langsam wieder auf und der Himmel riss auf.
Um die eigenstartfähigen Segelflugzeugen Arcus und Ventus2 cxa FES nicht wieder in aussichtsloses Wetter zu schicken wurde am zweiten Wertungstag die Strecke sehr weit in den Westen gelegt, wo besseres Wetter zu erwarten war.

Es wurde eine 374km große Strecke von Strausberg um Liberose, Dessau und Friedersdorf gelegt.
Auch am zweiten Wertungstag wurde relativ spät gestartet.
Um 13:00 Uhr wurden die Motoren gestartet und die Flugzeuge rollten zum Start.
Die thermischen Bedingungen schienen diesmal fliegbar zu sein. Arcus M und Ventus 2cxa FES hatten somit ebenfalls eine reele Chance auf den Sieg oder zumindest die Strecke zu umrunden.

Das Starterfeld der Motorsegler und Motorflugzeuge ging wieder vor den Segelflugzeugen raus und begann mit der Umrundung des nicht ganz einfachen Kurses.
Vor allem die strickte Luftraumstruktur um Berlin und die großen bewaldeten Gebiete machten den Segelflugzeugen das Leben schwer.

Für die Motorflugzeuge bedeuteten die Lufträume nur, dass es kaum große Spielräume mit den Flughöhen gab um den Rückenwind auf dem letzten Schenkel zu nutzen.
So kamen nach knapp 2 Stunden die meisten Motorflugzeuge wieder zurück.
Ventus und Arcus brauchten dagegen über 4 Stunden für die Aufgabe.

Am Abend konnte die D-39 den zweiten Tagessieg verbuchen.
Diesmal etwas knapper vor der Stemme S12 auf Platz zwei.

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Der dritte Wettbewerbstag :

Zum dritten Wettbewerbstag wurde das bis weilen beste Wetter gemeldet.
Wegen der langen Abreisewege vieler Piloten wurde allerdings nur eine kurze Strecke von Strausberg über Frankfurt Oder und Niederfinow zurück nach Strausberg (152km).

Die Startbereitschaft war mit 11:00 Uhr auch früher angesetzt als an den vorherigen Wettbewerbstagen.
Die Motorflugzeuge konnten die kurze Strecke in unter einer Stunde bewältigen und damit auch schon vor dem Mittagessen wieder am Flugplatz sein.

Holger hatte an diesem Wettbewerbstag versucht der Stemme den Vorteil des „Hinterhefliegens“ zu nehmen indem er langsamer fliegt als an den Vortagen.
Diese Taktik ging leider nicht auf. Somit verlor Holger den Tagessieg am dritten Wertungstag knapp an die Stemme S12.

Im Gesamtklassement konnte die D-39 mit 2980 Punkten vor der Stemme S12 mit 2811 Punkten abschneiden.

Damit ging der Pokal des Green Speed Cups zum zweiten Mal in Folge nach Darmstadt.

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Dieses Mal allerdings knapper als im letzten Jahr.
Wir dürfen gespannt sein wie der Wettbewerb nächstes Jahr ausgeht, zumal die Crew um die Stemme S12 sich mit Sicherheit noch ein wenig besser Vorbereiten wird als sie es dieses Jahr konnten.
Um selbst auch bessere Ergebnisse zu erzielen wurden zu den „To-Do’s“ für das Sommertreffen noch einige Punkte der Effizienzverbesserung an der D-39, wie das erfliegen einer Verbrauchspolare hinzugefügt.