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Die Akaflieg Darmstadt arbeitet derzeit unter Hochdruck an der
Fertigstellung der D-43. Die D-43 ist ein doppelsitziges Segelflugzeug bei dem die Piloten, nicht wie üblich
hintereinander, sondern nebeneinander Platz finden. Dies soll in erster Linie die Kommunikation zwischen
Lehrer und Schüler verbessern.
In den Zulassungsvorschriften für Segelflugzeuge ist ein spezieller Notlandefall definiert, bei dem das Flugzeug
unter 45° in den Boden einschlägt.

Aufgrund der außergewöhnlichen Rumpfform fordert das Luftfahrtbundesamt (LBA) von uns nicht - wie sonst
üblich - eine Festigkeitsrechnung sondern einen Bruchversuch. Der Rumpf muss bei dem Bruchversuch eine
Kraft von bis zu 100.000 N (10 Tonnen) aushalten. Um dies zu ermöglichen, sind etliche Maßnahmen, darunter
auch viele Neuentwicklungen, zum Einsatz gekommen.
Die Rumpfschale ist aus einem Kohlefaser-Dyneema-Hybridgewebe aufgebaut. Die Verklebung des
Haubenrahmens mit der Rumpfschale wurde unter Verwendung eines im Segelflugzeugbau neuartigen PU-Klebers
durchgeführt. Das Herausreißen der Hauptspanten, welche den Überlebensraum der Piloten sichern, soll durch
eine vollkommen neu entwickelte Bauweise verhindert werden.
Des Weiteren wird ein von uns entwickeltes Raketenrettungssystem (D-44 Soteira ) in der D-43 eingebaut
werden. Dieses kann im Gegensatz zu allen anderen am Markt verfügbaren Rettungssystemen in sehr
niedrigen Höhen eingesetzt werden. Verständlicherweise wird dieses zu einem anderen Zeitpunkt getestet.
Den Versuchaufbau mit dem zu zerstörenden Rumpf haben wir auf der diesjährigen AERO in Friedrichshafen
ausgestellt. Sowohl bei den Herstellern als auch beim sonstigen Fachpublikum erregte der Versuch großes
Interesse.
Am 02. Juli 2009 soll nun der Rumpf in einem Bruchversuch bis zum strukturellen Versagen in unserer
Werkstatt an der TU-Darmstadt belastet werden.
Sowohl Vertreter des LBA, Professoren und Doktoranden der TU Darmstadt, Mitarbeiter des Fraunhofer-
Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit als auch Konstrukteure der Segelflugzeughersteller
werden dem Versuch beiwohnen.
Sollten Sie Interesse an der Begleitung des Versuches oder Rückfragen (auch zum Thema D-44 Soteira )
haben, zögern Sie bitte nicht, sich bei uns zu melden.
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